Soldaten – Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben

Drei Darsteller mit Manuskriptseiten auf einer Bühne; weitere Blätter liegen auf dem Boden verteilt.
„Soldaten – Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ | Foto: Ralf Haarmann

„immer peng
die bombe rein
rechts, links, fertig“

Montage aus der Stückbearbeitung

Was macht einen Soldaten aus? Wie äussern sich die Produktionsprozesse des Krieges in der Sprache? Wie wird aus dem Alltag der „Kriegs“-Arbeit eine Lust am Töten? Deutsche Soldaten aller Waffengattungen und Dienstgrade wurden nach Beendigung des 2. Weltkrieges in englischen und amerikanischen Kriegsgefangenenlagern gezielt abgehört.

Das Buch „Soldaten“ liefert auf der Grundlage dieser Abhörprotokolle eine Mentalitätsgeschichte der Wehrmacht. Anhand der teilweise erschütternden Dokumente, versuchte ich, dem Denken, Sprechen und Handeln innerhalb der Soldatenwelt auf die Spur zu kommen. Wie sprechen Soldaten in den Kriegen der Vergangenheit und denen unserer Gegenwart?

Form
Szenische Lesung

Bearbeitung und Regie
Jochen Langner

Mit
Stephan Korves, Sebastian Müller-Stahl, Jan Kersjes, Jochen Langner

Ton und Technik
Karl-Heinz Stevens, Christoph Rieseberg, Kiwi Eddy

Kontext
Anhaltisches Theater Dessau

Jahr
2011/2012